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Die Abenteuer von Max und Grosspapi

«Die Velotour»

Auf ihrer Wanderung haben Max und Grosspapi zwei Souvenirs mit nach Hause gebracht: Blumen für Grossmami und einen Geldbeutel. Letzteres behalten sie natürlich nicht und so führt sie ihr nächstes Abenteuer – eine Velotour – auf die Bettmeralp, wo die Besitzerin des Portemonnaies wohnt.

«Sag mal, Grosspapi, hast du dein Velo überhaupt gepumpt?»

«Ja sicher, wieso fragst du?», entgegnet dieser und schiebt sein Fahrrad aus dem Veloraum.

«Weil dein hinterer Pneu ziemlich platt aussieht.»

Entsetzt wandert Grosspapis Blick nach hinten. «Das gibts doch nicht! Ich habe gestern Abend extra unsere Fahrräder parat gemacht und meines über Nacht aufgeladen. Nun denn, dann nehme ich eben Grossmamis Velo.»

«Aber das ist doch ein Damenrad.»

«Ach was, das sieht niemand.»

«Grosspapi, es ist PINK!!»

«Tja, dann fahre ich heute eben in Pink. Hauptsache, es ist ebenfalls aufgeladen.»

Max verdreht die Augen und meint: «Bei mir reicht es, wenn meine Beine aufgeladen sind.»

Wenig später sitzen die beiden im Zug nach Mörel, um dort das Bähnli für auf die Riederalp zu nehmen, wo ihre Velotour beginnt.

«Und du weisst, auf dem Fahrrad ist der Blick immer nach vorne gerichtet, sodass man mögliche Hindernisse schon von Weitem erkennen und rechtzeitig reagieren kann.»

«Ja ja, Grosspapi, ich weiss. Das sagst du jedes Mal.»

Nach einer tollen Fahrt erreichen sie die Bettmeralp.

«Das hast du super gemacht, Max.»

«Danke Grosspapi. Du warst aber auch nicht schlecht.»

«Nicht schlecht? Du weisst aber schon, wie alt ich bin, oder?»

«Grosspapi!!!!!»

Und schon ist es passiert. Grosspapi kommt vom Weg ab, kann nur noch knapp vor dem Weidezaun bremsen, verliert das Gleichgewicht und stürzt.

«Autsch!»

«Grosspapi, Grosspapi!»

Max springt von seinem Velo und eilt zu Hilfe.

«Alles ok, Max. Danke. Da siehst du jetzt, was passiert, wenn man sich umdreht.» Grosspapi lacht und Max, der diesem hilft, aufzustehen, stimmt mit ein.

«Aua!» Grosspapi greift sich an seinen rechten Fuss. «Ich habe mir wohl den Fuss verdreht.»

«Kannst du denn jetzt noch Velo fahren?»

«Ich denke, dass Fahren besser geht als Laufen.»

«Da vorne ist eine Apotheke. Soll ich für dich etwas holen?»

«Das ist die Alpen Apotheke, die Filiale der Central Apotheke. Ich denke, bis dort schaffe ich es.»

Max fährt vorsichtig neben Grosspapi her, bis sie die Apotheke erreichen.

«Setz dich hier hin, ich erledige das für dich», sagt Max und zeigt auf die Bank vor der Apotheke.

«Ach Max, wenn ich dich nicht hätte! Ich geniesse inzwischen die Aussicht. Das ‹Kapälli› sieht von hier besonders schön aus.»

Ein paar Minuten später ist Max bereits wieder bei Grosspapi.

«Schau, das ist Murmil-Creme.»

«Murmil-Creme?»

«Ja, eine Hausspezialität der Alpen und Central Apotheke. Der Apotheker stellt die Creme aus Murmeltier-Öl und geheimen Zutaten her. Sie hilft bei Erkältungen, Gelenkschmerzen, Rheuma und Sportverletzungen. Und sie passt zum Appenzeller-Käse.»

«Zum Appenzeller-Käse?»

«Ja, bei dem ist das Rezept doch auch streng geheim.»

Beide lachen. Dann streicht sich Grosspapi etwas von der Creme auf seinen rechten Fuss. «Oh, die riecht aber gut!»

Nachdem sich die Pharma-Assistentin sowie die Apothekerin vergewissert haben, dass es Grosspapi wieder gut geht – und es geht ihm schon viel besser – stehen die beiden auf und machen sich auf den Weg. Schliesslich haben sie heute noch eine Mission zu erfüllen: das Portemonnaie soll zurück zu ihrer Besitzerin.

Bald geht es weiter mit Max und Grosspapi. Nicht verpassen!